Die stillen Helden der vietnamesischen Kueche

Kraeuter

In den ersten elf Monaten dieses Jahres kamen mehr als 7 Millionen auslaendische Touristen nach Vietnam. Viele dieser Touristen kommen auch, um den kulinarischen Zauber des Landes zu geniessen. Dabei spielen immer Suppen, Fleisch und Nudeln die Hauptrollen. Die stillen Helden der vietnamesischen Kueche sind jedoch die vielfaeltigen frischen Kraeuter, ohne die kaum ein schmackhaftes Gericht denkbar waere. Einige davon moechte ich heute kurz vorstellen.

Ngo Ri

Ngò rí – Koriander

Koriander gehoert zu den Kraeutern, die in der vietnamsischen Kueche am weitesten verbreitet sind. Verwendet wird er vor allem in Suppen und Salaten.

Rau Dang

Rau đắng – die deutsche Bezeichnung kenne ich leider nicht

Diese Blätter fein dosiert geben Nudelsuppen wie Bún mắm und Feuertoepfen das gewisse Etwas mit einem Hauch von bitterem Geschmack.

Rau Que

Rau quế – Asiatisches Basilikum

Viel wuerziger als sein italienischer Verwandter, findet man das Asiatische Basilikum in fast allen vietnamesischen Gerichten, von Fruehlingsrollen bis zu Suppen.

Hung Lui

Húng lủi – Minze

Dieses Kraut gehoert nicht nur in Erfrischungsgetranke, sondern wird oft zusammen mit Suppen wie der beruehmten Phở serviert.

Xa

Xả – Zitronengras

Scharf und erfrischend in Geschmack und Geruch wird Zitronengras nicht nur im Essen verwendet, sondern auch zur Intensivierung des Geschmacks von heissem Tee. Ausserden dient es als Zutat fuer viele traditionelle Erkaeltungsmittel.

Thi La

Thì là – Dill

Der besonders im Norden Vietnams verbreitete frische Dill wird genau wie in Deutschland in der Regel fuer Fischgerichte verwendet.

Viele Gruesse
Cathrin

Frau Merkel ist erschuettert

Schlaf Merkel

Nach uebereinstimmenden Berichten in deutschen Medien zeigte sich Bundeskanzlerin Merkel ueber den CIA-Folterbericht „erschuettert“. Erschuettert? In welcher Realitaet lebt diese Frau eigentlich?

Die CIA begeht doch seit nunmehr ueber 60 Jahren ueberall auf der Welt schwerste Verbrechen. Daran hat sich bis heute nichts geaendert. Wie blind und taub muss man eigentlich durchs Leben gehen, um dies nicht zu erkennen? Dabei waren die Foltermethoden der Amerikaner im Vietnam noch um ein Vielfaches schlimmer als die jetzt in dem Bericht genannten Techniken. Es waren darunter auch Foltermethoden, die an Frauen angewandt wurden. Einige dieser Foltermethoden fuehrten absichtlich zum Tod, wobei die anderen Haeftlinge zuschauen oder zuhoeren mussten. Zur Rechenschaft wurde schon damals niemand gezogen.

Hat Frau Merkel eigentlich schon mal die Verbrechen gegen die Menschlichkeit bei einem Besuch in den USA angesprochen? Oder der Gauckler, der gegenueber anderen Staaten, die nicht der „westlichen Wertegemeinschaft“ angehoeren, ueberhaupt nicht sparsam mit Kritik ist? Ich kann mich nicht erinnern. Westliche Politik ist eben eine widerliche Heuchelei und verbreitet eine elende Doppelmoral!

Und es wird auch gar nicht lange dauern, bis das alles wieder vergessen ist und man wieder mit dem Finger auf andere Laender zeigt, von einer
Ueberlegenheit der westlichen Werte schwafelt und diese meint, anderen Voelkern bringen zu muessen, ob sie wollen oder nicht. Das wird nicht laenger dauern, als man brauchte, all die Kriege, die die USA angezettelt, die Laender, die sie ueberfallen, die unzaehligen Menschen, die sie getoetet haben, zu verdraengen. Denn sie sind ja schliesslich „Die Guten“.

Viele Gruesse
Cathrin

Die vietnamesischen Soldaten des 1. Weltkrieges

1. Weltkrieg 01

In diesem Jahr jaehrte sich zum 100. Male der Beginn des 1. Weltkrieges. Nur eine Fussnote in der Geschichte dieses Krieges ist die Tatsache, dass auch viele Vietnamesen auf Seiten der Kolonialmacht Frankreich in Europa kaempften. Theoretisch waren es Freiwillige, da es damals in den franzoesischen Kolonien keine Wehrpflicht gab. Sie wurden vor allem unter den armen Bauern Nordvietnams angeworben und mit vielen Versprechungen nach Europa gelockt. Diese Versprechungen wurden allerdings nach der Rueckkehr der „Freiwilligen“ in die Heimat allesamt nicht eingehalten.

1. Weltkrieg 021. Weltkrieg 03

1. Weltkrieg 041. Weltkrieg 05

Von den etwa 100.000 Vietnamesen, die fuer Frankreich kaempften, waren ungefaehr 50.000 als Bausoldaten eingesetzt. Die andere Haelfte diente in den kaempfenden Einheiten. Dabei kamen nach den offiziellen Zahlen des franzoesischen Verteidigungsministeriums 1.374 Vietnamesen ums Leben. Inoffizielle Schaetzungen sprechen allerdings von bis zu 30.000 Toten. Viele der Ueberlebenden schlossen sich nach ihrer Rueckkehr mit ihren neuen Erfahrungen und ihrem neuen Wissen aus Europa dem Befreiungskampf gegen Frankreich an.

Viele Gruesse
Cathrin

1. Weltkrieg 06

Die Zeiten aendern sich – In Vietnam aber oftmals nur langsam

Kreuzung

Schon seit Jahren wird von Touristen immer wieder bemaengelt, dass sie in Vietnam nicht selber Auto fahren duerfen, sondern lediglich ein Auto mit Fahrer mieten koennen. Zum Selbstfahren ist bis heute zwingend ein vietnamesischer Fuehrerschein vorgeschrieben. Voraussetzung dafuer ist u.a. ein laengerfristiges Visum. Die Beantragung dauert ein paar Tage, ist also fuer einen normalen Touristen, der nur zwei oder drei Wochen im Lande bleibt, keine wirkliche Option. Mopeds kann man zwar ueberall mieten, das Fahren ohne vietnamesischen Fuehrerschein ist allerdings eigentlich illegal, wird aber in den meisten Faellen von der Polizei geduldet.

An dieser Praxis soll sich nun etwas entscheidend aendern. Nach Medienberichten wird voraussichtlich ab 1. Januar 2015 der Internationale Fuehrerschein auch in Vietnam anerkannt. Damit koennen sich dann also auch unbedarfte und mit den chaotischen Verkehrsverhaeltnissen nicht so vertraute Touristen ganz legal ins Gewuehl stuerzen und das Chaos auf den Hauptstrassen noch kompletter machen. :p :p :p

Fuer Touristen eher nicht relevant, fuer laengerfristig in Vietnam lebende Auslaender dafuer umso mehr, ist ein Gesetz, das am 1.Juli 2015 in Kraft treten wird. Mit gut 77 Prozent Ja-Stimmen beschloss die Nationalversammlung vor einigen Tagen, dass in Zukunft in Vietnam lebende Auslaender leichter Immobilien, sprich Haeuser oder Wohnungen erwerben duerfen. Das ist zwar auch heute schon theoretisch moeglich, aber die Voraussetzungen, die dafuer gegeben sein muessen, sind so eng gefasst, dass sie kaum jemand erfuellt. Um dem Ausverkauf vorzubeugen, duerfen nach dem neuen Gesetz z.B. in einem Hochhaus nur maximal 30 Prozent der Wohnungen an Auslaender verkauft werden. In Wohnanlagen mit Ein- oder Mehrfamilienhaeusern gelten aehnliche Quoten. Auf einer Expat-Seite bei Facebook wurde allerdings wegen der wohl immer noch vorhandenen Rechtsunsicherheit nur sehr geringes Interesse bekundet. Es ist also wahrscheinlich nicht unbedingt zu erwarten, dass aufgrund der neuen gesetzlichen Regelungen die ohnehin schon hohen Immobilienpreise in Vietnam noch weiter anziehen.

Viele Gruesse
Cathrin

Hanoi Royal City